SLIDERSTRAWs im Test

Im Hygienelabor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene des Universitätsklinikums Frankfurt wurde untersucht, ob eine hygienische Reinigung der SLIDERSTRAWs aus Kunststoff und Silikon in Haushaltsspülmaschinen möglich ist, so dass diese aus hygienischen Gründen als „unbedenklich“ eingestuft werden können. Eine vergleichende Untersuchung mit Fabrikaten anderer Hersteller aus Glas und Edelstahl wurde ebenso durchgeführt.

Auszug aus dem Testberich:

Material und Methoden

Das Hygienelabor ist als Prüflabor nach DIN EN ISO/IEC 17025:2005 akkreditiert (Urkundennummer D-PL-13102-01 gültig bis 24.02.2021).

Um die Verunreinigung der Trinkhalme unter realistischen Bedingungen zu simulieren, wurde eine Suspension aus handelsüblichem Tomatensaft, dem Test-Keim und Protein hergestellt und damit die SLIDERSTRAWs aus Kunststoff und Silikon sowie Modelle aus Stahl und Glas im Labormaßstab systematisch kontaminiert, in die 2 Teile zerlegt, getrocknet und mit dem Fein-Programm einer Haushaltspülmaschine gereinigt.

Nach Trocknung und Reinigung der kontaminierten SLIDERSTRAWs wurde ein Abstrich genommen, entsprechende Bakterienkulturen angelegt und nach der erforderlichen Bebrütung ausgewertet. Die Glas- und Stahltrinkhalme wurden ebenso behandelt. Es wird auf eine Vorreinigung mit der beigelegten Bürste verzichtet, da diese unter späteren gastronomischen Einsatzbedingungen nicht praktikabel erscheint.

Die Kontamination erfolgte mit Enterococcus faecium ATCC 19434. Enterococcus faecium ist ein typischer Keim der Darmflora und ein standardisierter Testkeim, er ist daher für diese Untersuchungen gut geeignet.

Ergebnis:

Das Programm Normal 55°C reinigt die SLIDERSTRAWs aus Silkon und Kunststoff zuverlässig.

Die teilbaren SLIDERSTRAWs lassen sich mit dem Fein-Programm der Spülmaschine besser reinigen als die Trinkhalme aus Glas und Stahl. Nach dem Spülvorgang mit dem Fein-Programm sind 80% (Kunststoff) bzw. 70% (Silikon) der untersuchten SLIDERSTRAWs ohne Nachweis des Indikatorkeimes E. faecium. In der Versuchsreihe mit Glastrinkhalmen sind nach dem Spülen 50% der untersuchten Trinkhalme ohne Nachweis des Indikatorkeimes E. faecium und in der Versuchsreihe mit Stahltrinkhalmen sind nur 20% der Trinkhalme nach dem Spülvorgang ohne Nachweis des Indikatorkeimes E. faecium.

Die vorliegende Untersuchung ergibt, dass die getesteten SLIDERSTRAWs mit stärkeren, angetrockneten Verschmutzungen unter diesen Bedingungen besser gereinigt werden als Trinkhalme aus Glas oder Stahl. In Ergänzung zu unserem zuvor gefertigten Gutachten zeigt sich hier, dass die teilbaren SLIDERSTRAWs bzgl. der Reinigungsfähigkeit den hier getesteten Trinkhalmen aus Glas oder Stahl überlegen sind.