SLIDERSTRAW vs. Papier-Trinkhalme

Sind Papiertrinkhalme eine gute Einweg-Lösung?

Sie kosten nicht viel, sind schön bunt und außerdem kompostierbar. Kann man Trinkhalme aus Papier bedenkenlos kaufen?

Für Papier-Strohhalme wird viel Holz gebraucht: Unzählige Bäume müssen gefällt werden, für die Herstellung und Transport muss Energie erzeugt werden. Daher ist die Umweltbilanz von Einwegstrohhalmen aus Papier im Vergleich zu einer rohölbasierten Einwegstrohhalm sogar um das mehrfache schlechter.

Problematisch ist auch vor allem, was die Papier-Trinkhalme zusammenhält: der Kleber und die Papierbeschichtung. Sie müssen bei ihrer Herstellung mit Chemikalien behandelt werden.  Durch das schnelle Aufweichen im Getränk und dem Mund können diese Bestandteile beim Trinken vom Körper aufgenommen werden. Die sich rasch sammelnde Feuchtigkeit ist es auch, die das Trinkerlebnis bei Papier-Strohhalmen spürbar schmälert.

Außerdem entstehen auch durch die Einweg-Strohhalme aus Papier gewaltige Müllmengen, die in der Praxis leider nicht immer umweltgerecht recycelt werden – und dann oft auf der Straße oder in der Müllverbrennung landen. Einweg-Strohhalme aus Papier lösen das Müll-Problem nicht – sie verschieben es!

Warum gibt es SLIDERSTRAW aus Plastik?

Eine verständliche Frage. Doch Plastik ist im Grunde gar nicht das Problem. Es ist vielmehr der Missbrauch von Plastik in Form von massenhaften Einweg-Produkten. Große Mengen des weltweiten Plastik-Mülls bestehen aus achtlos weggeworfenen Einweg-Produkten, die in gewaltigen Mengen unseren Planeten verschmutzen. Das Klischee vom „bösen Plastik“ greift dabei deutlich zu kurz. Der Werkstoff Plastik besitzt bestimmte physikalische Eigenschaften, die für zahlreiche Einsatzzwecke alternativlos sind. Wer den Einsatz von Plastik generell verbietet, erzwingt den Einsatz von Alternativen, die in der Gesamtbetrachtung die Umwelt viel mehr belasten. Das ist ein Dogma.

Sinnvoll eingesetzt, kann auch Plastik äußerst nachhaltig sein.

Weiterführende Informationen: Argumente / Alternativen